| Darmstädter ECHO - 03.03.2009 „Wenn Jogger dürfen, dann auch Biker“ Freizeit: Mountainbiker werben mit der Aktion „Rettet die Rinne“ auf dem Frankenstein um Verständnis und Unterstützung |
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| NIEDER-BEERBACH.
Das Ziel sei erreicht, sagten die Organisatoren Thomas Kleinjohann und
Johannes Weinkauff vom Verein „Wheels over Frankfurt“ nach dem Infotag
am Sonntag auf dem Frankenstein. Mit Spaziergängern, Burgbesuchern und
anderen Interessierten suchten und fanden die Mountainbiker das
Gespräch und warben für ihre „Rinne“. Die Downhillstrecke (downhill:
abwärts) durch den Wald unterhalb der Burg Frankenstein wird seit
Jahren illegal befahren und soll verschwinden – wenn es nach dem
zuständigen Forstamtsleiter Hartmut Müller geht.
Das Konzept zur Rettung der Rinne wollten die Organisatoren durch die Veranstaltung bekannter machen. Nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern auch andere Downhill-Fahrer und Waldbesucher sollten aufmerksam werden. „Es geht uns darum, dass jemand mit uns über unser Konzept spricht“, sagt Weinkauff. So informierten sich etwa Doris (67) und Gerald Riebel (69) aus Eberstadt. Die beiden gehen jeden Tag am Frankenstein wandern. Für sie ist der Fall klar: „Wenn Jogger dürfen und ihre Berechtigung haben, dann auch Biker“, sagt Gerald Riebel. „Nur an zwei Stellen, wo die Strecke die Straße und einen Wanderweg kreuzt, sollte man besser organisieren“, gibt Doris Riebel zu bedenken. „Da laufen nämlich oft auch Familien mit Kindern lang.“ Für diese Stellen seien Beschilderung und Bremsschikanen angedacht, wie Johannes Weinkauff erklärt. „Das würde das Schnellfahren an dieser Stelle unmöglich machen.“ Geplant sei es, die Strecke als Vereinsstrecke zu legalisieren und zu versichern und Freizeit-Bikern und professionellen Downhill-Fahrern so einen sicheren Ort zum Trainieren zu geben. „Es geht hier nicht nur um Fun, sondern um Leistungssport“, betont auch Tilman Kluge von der Deutschen Initiative Mountainbike. Die bisherigen Erfahrungen mit der „Rinne“ seien durchaus positiv: „Ich habe bis jetzt noch nicht erlebt, dass es Ärger gegeben hätte“, sagt Weinkauff. Der dreizehnjährige Ivo aus Eberstadt fährt schon seit zwei Jahren Downhill. „Ich fahre meistens in Winterberg und Beerfelden im Bikepark, aber ich hätte schon gerne eine Strecke in der Nähe“, sagt er. „Wenn die Strecke abgesperrt ist, ist das auch nicht gefährlich.“ Zuerst müsse man jedoch Vorurteile aus dem Weg räumen und mit allen Beteiligten über die Probleme der „Rinne“ sprechen. „Wir können nur immer wieder zum Gespräch auffordern und hoffen, dass es eine Lösung gibt, mit der alle zufrieden sein können.“
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| cel 3.3.2009 |
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